Montag, 29. März 2010

U - wie Unterwelt


S-Bahn am Potsdamer Platz einmal anders

Das war schon eine Montage, ich habs nur ein bisschen verändert

Gruß, Thomas

Es ist ein Schnitter, der heißt Tod...


Ein altes Volklied in einer etwas moderneren Art vorgetragen.

Habe meine Festplatte durchforstet, ein paar Bilder gefunden, so ist dieses kleine Video entstanden.
Man sieht: Eurydike, den Tod, Höllenqualen, auf dem letzten Bild Orpheus - verzweifelt zwischen den Welten - entfernt eine wandelnde Gestalt...
Vielleicht seht ihr noch mehr.



Gruß, Thomas - und:

 

Hüt' dich, schöns Blümelein

Freitag, 26. März 2010

Das Stundenglas



Weißer Sand, umhüllt von Glas, von Standgehäuse und Zinn -

rieselt ohne Unterlass Traum und Stunde dahin.
Und so lautlos, wie die Sandsäule fällt,
zählt es die Sekunden der Welt.
Ist dann seine Zeit herum, so dreht man es wieder um.

Kaiser, König, Edelmann, die hielten es in der Hand;
Ihre Zeit ist längst vertan, mit dem Sand weggerannt.
Selbst das Stundenglas noch mal umzudreh’n,
macht Geschehenes nicht ungescheh’n;
denn die Zeit ist taub und blind und nur der Sand rinnt und rinnt.

Sei nicht traurig, wenn der Augenblick flieht.
Der ist glücklich, der den Sonnenschein sieht.

Mancher glaubt die goldne Zeit, die sei schon lange vorbei.
Trotzdem wechseln Freud und Leid, jede Stunde aufs neu.
Was heut oben ist, fällt morgen herab,
was jetzt blüht, liegt schon bald im Grab.
Denn die Zeit lässt keine Wahl, bei ihr ist alles egal.

Sei nicht traurig, halt’ Minuten nicht auf,
Krach und Liebe alles nimmt seinen Lauf.

Schau nicht auf das Stundenglas, tagein, tagaus wie gebannt.
Finde selbst das richt’ge Maß, gib dem Leben die Hand.
Nutz den Tag und nutz die Stunde der Nacht,
freu dich, wenn die Liebe dir lacht.
Einmal kommt der Sensenmann und hält das Stundenglas an.


Nachtrag:


Dieses Gedicht, dass auch ein Lied ist, wurde von Thomas in den Blog gestellt.
Die Verfasser sind mir unbekannt.

Mittwoch, 17. März 2010

Verlust

Autodafe

Welke Veilchen, stäub`ge Locken,
ein verblichen blaues Band,
halb zerissene Bilette,
längst vergessener Herzensstand-

In die Flammen des Kamines
werf` ich sie verdrossnen Blicks;
ängstlich knistern diese Trümmer
meines Glücks und Missgeschicks.

Liebesschwüre, flatterhafte
falsche Eide, in den Schlot
fliegen sie hinauf - es kichert
unsichtbar der kleine Gott.

Bei den Flammen des Kamines
sitz´ ich träumend, und ich seh`,
wie die Fünkchen in der Asche
still verglühn-Gut Nacht!- Ade!

Heinrich Heine

Aphorismus



Liebe ist Qual, Lieblosigkeit ist Tod.

Marie von Ebner-Eschenbach

WIE ORPHEUS

Dunkles zu sagen

Wie Orpheus spiel ich
auf den Saiten des Lebens den Tod
und in die Schönheit der Erde
und deiner Augen, die den Himmel verwalten,
weiß ich nur Dunkles zu sagen.


Vergiß nicht, daß auch du, plötzlich,
an jenem Morgen, als dein Lager
noch naß war von Tau und die Nelke
an deinem Herzen schlief,
den dunklen Fluß sahst,
der an dir vorbeizog.


Die Saite des Schweigens
gepannt auf die Welle von Blut,
griff ich dein tönendes Herz.
Verwandelt war deine Locke
ins Schattenhaar der Nacht,
der Finsternis schwarze Flocken
beschneiten dein Antlitz.

Und ich gehör dir nicht zu.
Beide klagen wir nun.

Aber wie Orpheus weiß ich
auf der Seite des Todes das Leben,
und mir blaut
dein für immer geschlossenes Aug.

Ingeborg Bachmann



Verzweiflung

Wochen, Wochen sprach ich kein Wort;
Ich lebe einsam, verdorrt.
Am Himmel zwitschert kein Stern.
Ich stürbe so gern.

Meine Augen betrübt die Enge,
Ich verkrieche mich in einen Winkel,
Klein möchte ich sein wie eine Spinne,
Aber niemand zerdrückt mich.

Keinem habe ich Schlimmes getan,
Allen Guten half ich ein wenig.
Glück, dich soll ich nicht haben.
Man will mich nicht lebend begraben.

Albert Ehrenberg





Die Kunst zu Trauern (Poesie)

Wenn ein Mensch stirbt, so verwandeln
sich seine Bilder: anders
sehen die Augen; die Lippen
Lächeln ein anderes Lächeln.
Die hab ich bemerkt,
Als ich zurückkam vom Begräbnis des Dichters.
Seither habe ichs oft überprüft,
Und meine Vermutung hat sich bestätigt

ANNA ACHMATOWA

Montag, 15. März 2010

Diana und Aktäon (2)


Francesco Moschino

[Post: Ralf]

Diana und Aktäon (1)

Aktäon überrascht Diana (Artemis) beim Bade und wird von ihr in einen Hirsch verwandelt, weil er die keusche Göttin nackt gesehen hat.


Hendrick van Balen – Diana verwandelt Aktäon in einen Hirsch


Cavaliere d' Arpino (Giuseppe Cesari)


Tizian (Tiziano Vecellio) – Aktäon überrascht Diana beim Bade


[Post: Ralf]

Corots Orpheus und Eurydike



Jean-Baptiste Camille Corot
Orpheus führt Eurydike aus der Unterwelt (1861)
Museum of Fine Arts, Houston, Texas
[Post: Ralf]

Sonntag, 14. März 2010

Frankenweenie (2) - YouTube

Hier die Originalfassung des Films – in drei Teilen:










[Post: Ralf]

Frankenweenie (1)





Tim Burtons Film "Frankenweenie" erzählt von der Freundschaft zwischen einem Jungen und seinem Hund. Nachdem Sparky von einem Auto überfahren wird, beschließt Victor, ihn ins Leben zurückzuholen. Das macht er genauso, wie er es in Monsterfilmen gesehen hat. Anschließend kommt es zu den üblichen Komplikationen, und natürlich gibt es ein Happy End.
[Post: Ralf]

Yoko






Fotos: Nobuyoshi Araki
[Post: Ralf]

Samstag, 13. März 2010

Blue Velvet



Kyle MacLachlan [Post: Ralf]

Der dritte Mann (2)

[Post: Ralf]

Der dritte Mann (1)





Orson Welles in Carol Reed's "Der dritte Mann"
[Post: Ralf]